Letzte Änderung: 20.07.2017

Auszug aus dem Hessischen Sparkassengesetz
Das komplette Gesetz finden Sie unter dem Link !

(4) Die Sparkassen sollen nach Maßgabe der Mustersatzung jeder Einwohnerin und jedem Einwohner im Gebiet ihres Trägers auf Verlangen ein Girokonto auf Guthabenbasis einrichten.

Diesen Absatz habe ich lediglich erwähnt, weil mich diverse Personen ungläubig angesehen haben, als ich erwähnt habe, daß ich bei der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg ein Girokonto, noch dazu als Pfändungsschutzkonto, eröffnet habe. Aus mir unerfindlichen Gründen gehen auch namhafte Persönlichkeiten aus der hiesigen Wirtschaft davon aus, daß meine Bitte um Eröffnung eines Kontos abgelehnt wurde, obwohl dies Bestandteil des Hessichen Sparkassengesetzes ist. Ich bedanke mich trotzdem ausdrücklich für das Entgegenkommen der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg.

(5) Die Sparkassen sind grundsätzlich verpflichtet, jede Existenzgründerin und jeden Existenzgründer im Gebiet ihres Trägers zu beraten. Sie betreuen bei dem Zugang zu Förderkrediten und kooperieren mit den Förderbanken von Land und Bund.

In diesem Zusammenhang habe nicht nur ich leider Erfahrungen machen müssen, die nicht unbedingt mit der Verpflichtung der Sparkasse übereinstimmen. Ggf. liegt es daran, daß meine ersten Erfahrungen vor der Fassung des Hessischen Sparkassengesetzes 24. Februar 1991 gemacht wurden. Eine ältere Fassung des Sparkassengesetzes liegt mir leider nicht vor. Nachstehend die Vorgehensweise in Verbindung mit meiner Existenzgründung im Jahre 1984.


Existenzgründung Karl Schaffert mit der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg

Bis zum Jahre 1984 wurde die Firma Schaffert-Vereinsbedarf im Nebenerwerb geführt, was jedoch nach meiner Scheidung und der zunehmenden Anzahl von Kunden nicht mehr möglich war. Die beabsichtigte Finanzierung der Existenzgründung (60.000 DM) wurde jedoch von der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg abgelehnt. Das vom Beratungsunternehmen des Hessischen Einzelhandels, Herrn Albrecht Jacob, nach intensiven Recherchen erstellte Konzept wurde von der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg ohne Kommentar abgelehnt. Wer den Vermerk “Alles Quatsch” auf dem Deckblatt des Konzeptes angebracht hat, konnte bis heute nicht in Erfahrung gebracht werden.


Nach Aussage der Herren Grätsch und Diehl war eine Existenzgründung nicht möglich, da der Betrieb bereits existierte. Ich habe mich daraufhin an die Kreditanstalt für Wiederaufbau gewandt. In einem persönlichen Gespräch erklärte mir Herr von Schwerin, daß er keine Probleme sehe, die Entscheidung aber bei der Deutschen Ausgleichsbank liege. Es erfolgte also ein persönliches Gespräch mit Herrn Allenstein von der Deutschen Ausgleichsbank. Lt. Hn. Allenstein stand einer Existenzgründungsfinanzierung nichts im Wege, da der Betrieb bisher als Nebenerwerb geführt wurde und nunmehr zur Vollexistenz ausgebaut werden sollte. Es erfolgte also ein weiteres Gespräch mit der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, bei dem ich die Herren Grätsch und Diehl über die Aussage der Deutschen Ausgleichsbank informierte. Daraufhin lehnte man die Existenzgründungsfinanzierung mit dem Hinweis auf fehlende Sicherheiten ab. Mein Hinweis auf die vorhandene Immobilie, die als Sicherheit herangezogen werden könne, lehnte man mit der Aussage ab, die Bewertung der Sicherheiten sei ausschließlich Sache der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg. Bezüglich einer möglichen Bürgschaftsübernahme durch die Kreditgarantiegemeinschaft des Handels (KGG Handel, heute BBH) wurde mir mitgeteilt, daß die KGG Handel in diesem Falle keine Bürgschaft übernähme. Es erfolgte zwangsläufig ein persönliches Gespräch mit dem seinerzeit zuständigen Bearbeiter der KGG Handel, Herrn Klaus Grein, bei dem mir mitgeteilt wurde, daß die Entscheidung ausschließlich durch den Bürgschaftsausschuß getroffen würde, nach vorläufiger Bewertung aber keine Fakten erkennbar seien, die einer Bürgschaftsübernahme im Wege stehen würden.

Ich habe deshalb die Herren Grätsch und Diehl gebeten, einen Antrag auf Bürgschaftsübernahme bei der KGG Handel zu stellen. Die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg hat daraufhin einen Antrag auf eine 80%ige Bürgschaftsübernahme gestellt. Verständlicherweise war die KGG Handel daran interessiert, das eigene Risiko durch eine niedrigere Quote zu reduzieren. Wie ich durch ein Mitglied des Bürgschaftsausschusses (aus verständlichen Gründen werde ich den Namen nicht nennen) erfahren habe, wurde deshalb die Sitzung des Bürgschaftsausschusses kurzfristig unterbrochen und ein Telefonat mit dem damaligen Vorstand der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, Herrn Kleinschmidt, geführt, um das Einverständnis für eine Quote von 70 % einzuholen. Mit dem Einverständnis der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg hätte die KGG Handel dem Bürgschaftsantrag zugestimmt.


Die Zustimmung zu einer Quote von 70 % hätte für die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg eine Erhöhung des Obligos um 6000,-- DM bedeutet. Leider war der damalige Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, Herr Kleinschmidt, nicht bereit, auf den Vorschlag der KGG Handel einzugehen. Mit den Worten. “Der Schaffert macht das sowieso weiter”, wurde der Vorschlag der KGG Handel abgelehnt, was zwangsläufig zu einer kompletten Ablehnung des Bürgschaftsantrags führte.

Nicht wissend, daß mir diese Informationen bereits zugänglich gemacht wurden, bat mich der damalige Leiter der Kreditabteilung, Herr Diehl, zu einem persönlichen Gespräch. In diesem Gespräch teilte mir Herr Diehl “mit Tränen in den Augen” mit, daß man alles versucht habe, die KGG Handel den Antrag aber abgelehnt habe. Man wäre jedoch seitens der Sparkasse bereit, mir ein Hausdarlehen von 20.000,-- DM zur Verfügung zu stellen. Da ich seinerzeit in der “Alten Klosterschule” von Herrn Martin Lotz mit Erfolg in Mathematik unterrichtet wurde, war es für mich nicht nachvollziehbar, daß man durch den Bürgschaftsantrag das eigene Obligo auf 12.000,-- DM begrenzen wollte, eine Erhöhung des Obligos auf 18.000,-- DM seitens des Vorstandes ablehnte und man mir einen Tag später ein Hausdarlehen über 20.000,-- DM anbot.
Sie werden verstehen, daß ein solches Verhalten nicht unbedingt zur Vertrauensbildung beiträgt und, wenn auch zu einem späteren Zeitpunkt, zum Wechsel der Bankverbindung beigetragen hat.


Nachstehend noch ein "Schwank" aus der "Zusammenarbeit" mit der Sparkasse :

Für die Anschaffung der ersten EDV-Anlage wurde bei der Sparkasse ein Darlehen beantragt, das auch genehmigt wurde. Die Anlage stand bereit, das Darlehen aber noch nicht zur Verfügung. Es erfolgte ein Gespräch mit dem zuständigen Sachbearbeiter, Herrn Grätsch, der mir empfahl, dem Lieferanten, der Firma Höltl, die Zahlung per Wechsel anzubieten, womit diese auch einverstanden war. Zwei bis drei Tage später erhielt ich von Herrn Höltl einen Anruf, er habe den Wechsel bei der Sparkasse einreichen wollen, der zuständige Sachbearbeiter, Herr Schwertfeger, habe ihm jedoch erklärt, er könne sich den Wechsel (Zitat !) sonstwohin schmieren. Als ich darüber informiert wurde, habe ich mich auf den Weg zur Sparkasse gemacht, um Herr Grätsch diesbezüglich persönlich anzusprechen. Seitens der Kreditabteilung wurde mir jedoch mitgeteilt, Herr Grätsch sei nicht im Hause. Ich habe mich daraufhin auf einen im Gang stehenden Stuhl gesetzt und erklärt, daß ich auf seine Rückkehr warten werde. Durch einen Zufall schien sich der Auswärtsaufenthalt des Herrn Grätsch verkürzt zu haben, denn ca. zwei Minuten später kam Herr Grätsch "um die Ecke". Auf die Äußerung des Herrn Schwertfeger angesprochen, erklärte mir Herr Grätsch, er habe mir zwar empfohlen, der Firma Höltl die Zahlung per Wechsel anzubieten, er habe mir aber nicht zugesagt, daß die
Sparkasse den Wechsel auch ankaufe.



Aus Zeitgründen wurde darauf verzichtet, die Originalunterlagen zu Hilfe zu nehmen. Es ist deshalb möglich, daß z. B. Namen falsch geschrieben sind oder bestimmte Termine nicht richig angegeben sind. Der gesamte Ablauf entspricht jedoch der Realität und kann jederzeit belegt werden. Obwohl ich dazu nicht gesetzlich verpflichtet bin, bin ich froh, daß der gesamte Schriftwechsel seit meiner Existenzgründung noch zur Verfügung steht !


Folgender Text wurde der Homepage von Haufe.de entnommen !

19.05.2014

Existenzgründung

Merkel will Steuererleichterungen für junge Unternehmen

Merkel will Steuererleichterungen für junge Unternehmen
Bald bessere Rahmenbedingungen für junge Unternehmen?
Bild: Haufe Online Redaktion

Kanzlerin Angela Merkel will Start-Ups besser fördern und dafür die steuerlichen Rahmenbedingungen bei der Anfangsfinanzierung junger und innovativer Unternehmen verbessern.

Das betonte sie am Samstag in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Sie plädierte auch für eine neue gesellschaftliche Akzeptanz von Unternehmensgründern. "Das ist ganz, ganz wichtig, (...) dass wir auch das Scheitern nicht als Untergang betrachten", sagte die CDU-Politikerin. Ähnlich wie in den USA müsse eine zweite oder dritte Chance für Gründer hierzulande "etwas ganz Selbstverständliches" sein.

Auch ich bin der Meinung von Frau Merkel, eröffnet die zweite oder dritte Chance eines Existenzgründers den Banken doch ungeahnte Möglichkeiten, Existenzgründungsdarlehen durch Fördermittel abzusichern und sie (auch ein zweites oder drittes Mal) in die Insolvenz zu treiben.

Ich weiß, daß es mir besser ginge, wenn ich mich mit manchen Dingen kommentarlos abfinden würde, leider ist dies nicht meine Art und wird es hoffentlich auch in Zukunft nicht sein. Deshalb habe ich mich auch (wieder einmal) mit der Vergangenheit beschäftigt und bin dabei auf folgendes Schreiben gestossen :


Durch Anklicken der Seite
erfahren Sie mehr über die Insolvenz
der Firma ZRC Zengerle e.K.

Ich weiß nicht, ob ich dieses Schreiben an
Herrn Faulstich (Nomen est Omen ?)
überhaupt abgesandt habe, aber es gibt
Aufschluß über die Machenschaften der Sparkasse,
die sich nach fast 30 Jahren nicht verändert haben !


Insofern muß ich Frau Merkel widersprechen. Jemand, der jahrelang mit allen Mitteln, persönlichem Einsatz und persönlichen Entbehrungen um seine Existenz gekämpft hat und dann von solchen Personen, mit Duldung der Politik (Schriftwechsel mit dem Wirtschaftsministerium liegt vor), in die Insolvenz getrieben wird, wird er sich dies nicht ein zweites Mal antun !



Durch Zufall habe ich einen alten Tourenplan für die Auslieferung von Treibladungspulver gefunden :
Abfahrt Bad Hersfeld-Heenes 4.00 Uhr Richtung Berlin, Hamburg, Ankunft Raststätte Brunautal (A7) zur Nachtruhe 2.16 Uhr (1.458 km). Nächste Abladestelle Munster 8.00 Uhr ! Ich weiß, daß Touren dieser Art keine Ausnahme waren !


Verstehen Sie jetzt meinen Hass auf die Personen, die Existenzgründer
aufgrund ihrer Gier*** in die Insolvenz treiben ?
*** durchschnittliches Vorstandsgehalt 2014 Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg
(nachzulesen unter untenstehendem Link)
307.500,-- €



bitte anklicken !

Zumindest lassen sich mit dem Vorstandsgehalt die Konditionen für die
Existenzgründungsfinanzierung besser nachvollziehen !

(siehe Rubrik Schriftwechsel und untergeordnete Seiten)



Mehr Infos zur Förderung von Existengründern finden Sie unter Politik / Der Dummschwätzer !
siehe auch Beruflicher Werdegang / Geschichte !