Letzte Änderung: 16.12.2016
Ich bin getauft, habe in der Schule am Religionsunterricht teilgenommen und habe die Konfirmandenstunde besucht. Nach meiner Konfirmation habe ich außer zu meiner Hochzeit und zu diversen Beerdigungen keine Kirche mehr besucht, weil ich nicht glaube, daß ich Gott in der Kirche näher bin als anderswo.


Rund um´s Haus !


"Die Natur in all ihrer Vielfalt und Schönheit ist der erste Wegweiser, den wir haben, um zu erkennen und zu begreifen, daß es jemanden gibt, der außerhalb unserer drei Dimensionen existiert !"


"Wenn wir an Gott glauben wollen, müssen wir uns zunächst die Frage stellen, ob es Gott überhaupt gibt. Es gibt für uns mehrere Wege, die uns die Existenz Gottes erkennen lassen:


Der Weg über die Natur

Der erste Weg zu Gott führt über die Natur. Die Natur weist wunderbare Gesetzmäßigkeiten und eine großartige Ordnung auf. Diese Gesetzmäßigkeiten und diese Ordnung lassen uns erkennen, dass der Natur ein grandioser Plan zugrunde liegt. Wo es aber einen Plan gibt, braucht es auch einen planenden Geist, der diesen Plan erdacht und in die Tat umgesetzt hat. Auf diese Weise gelangen wir zur Erkenntnis, dass es über der Natur ein geistiges Wesen geben muss, dass diese Natur erdacht und geschaffen hat. Dieses geistige Wesen aber nennen wir Gott."

Mit Geringschätzung betrachten wir manche "niederen" Tiere, denen wir uns als "höheres Wesen" haushoch überlegen fühlen. Kann es nicht sein, daß wir z. B. ein Insekt nur so beurteilen, weil uns als Menschen die geistigen Fähigkeiten fehlen, die Einmaligkeit dieses Lebewesens zu erkennen ?

Ich habe einen Bekannten, der vor zig Jahren erwähnte, daß er sich manchmal abends in den Garten setzt und die Fische im Teich beobachtet, um nach einem anstrengenden Tag Ruhe zu finden. Wenn ich abends in der Laube sitze und die Umgebung bewußt wahrnehme, dem Zwitschern der Vögel zuhöre, die Vielfalt der Insekten beobachte, die über den Tisch krabbeln, und die Blätter an den Bäumen beobachte, dann empfinde ich auch diese Ruhe und weiß, daß es einen Gott gibt.


Beitrag aus der Klartext-Rubrik An(ge)dacht :

Staunen

Ein Sommertag, wie man ihn sich wünscht. Mein Weg führt durch saftige grüne Wiesen, vorbei an wachsenden Zuckerrüben- und Maisfeldern, durch sich langsam goldgelb färbendes Korn. Darüber strahlt aus tiefblauem Himmel die Sonne helles Licht. Die Farben lachen mir nur so entgegen. Gottseidank mischen sich auch blaue und rote Flecken der Kornblumen und Mohnblumen unter das Gelb und Grün der Felder. Dem Herzen und der Seele tun der helle Sonnenschein und die sommerliche Farbenpracht so gut. Da tut sich ein Gefühl von Weite und Frei sein auf. Der Alltag bleibt zurück und Auge und Ohr nehmen die Dinge anders wahr: staunend, bewundernd, dankend. Am Johannestag, der Zeit der Sonnenwende, kann ich für die Fülle der unendlich weiten Schöpfung danken und die unendliche Güte des Schöpfers preisen.

Einen Segensgruß zum Johannestag,

Ihr Diakon Johannes Wiegard

Katholischer Klinikseelsorger in Rotenburg und Bad Hersfeld



Alles rächt sich ! What goes around, comes around !

Das „Rad der Wiedergeburten“
Reinkarnation oder Wiedergeburt bezeichnet die Vorstellung, dass sich die Seele (oder ein persönlicher Wesenskern) im Tod vom Körper löst und wieder neu geboren wird: In einem neuen Leib als Mensch, als Tier oder – seltener – als Pflanze. Wörtlich übersetzt bedeutet Reinkarnation „wieder ins Fleisch kommen“.  Die Vorstellung von der Reinkarnation ist mit dem Karma-Gedanken verbunden.  Wörtlich übersetzt bedeutet „Karma“ so viel wie „Tat“.  Karma könnte man als das „Gesetz oder Prinzip von der Vergeltung der Taten“ beschreiben: Gute Taten führen zu einer Wiedergeburt in einem besseren Leben, schlechte Taten zu einer Wiedergeburt in einem schlechteren Leben. Karma wirkt sich nicht nur in zukünftigen Existenzen aus: Auch das jeweils aktuelle Leben ist davon bestimmt. Wem es schlecht geht, hat demnach in vergangenen Leben „schlechtes Karma“ angesammelt und umgekehrt.

Mir dem Glauben an die Reinkarnation stehe ich nicht alleine. Wenn ich gezwungenermaßen mit Bildern aus der Massentierhaltung, Hundekämpfen u. ä. konfrontiert werde, dann bete ich, daß es die Reinkarnation tatsächlich gibt.