Letzte Änderung: 13.09.2017

Vielleicht sind ein Teil meiner Probleme "hausgemacht", weil ich eine bestimmte Rechtsauffassung vertrete, von der ich auch nicht abweichen kann oder will. Daß sich diese Auffassung nicht gänzlich von denen meiner Mitmenschen abhebt, wird mir jedoch in vielen Gesprächen bestätigt.



Maschmeyer zahlt 2,9 Millionen Euro
AWD-Gründer Carsten Maschmeyer hat mit der Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 2,9 Millionen Euro ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hannover abgewendet. Es habe der Verdacht bestanden, dass Maschmeyer gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen habe, sagte am Wochende ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover. Die aufgrund einer Anzeige der Finanzaufsicht Bafin eingeleiteten Ermittlungen seien bereits im Januar eingestellt worden. Die von Maschmeyer gezahlten Millionen seien zum Teil an eine wohltätige Organisation gegangen.

Laut „Wirtschaftswoche“ hatte der Unternehmer ein größeres Aktienpaket des AWD-Konkurrenten MLP besessen, ohne dies gemeldet zu haben. Damit könnte Maschmeyer gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen haben, nach dem Anteilseigner binnen vier Tagen öffentlich machen müssen, dass sie bestimmte Schwellen - etwa von 3, 5 oder 20 Prozent der Stimmrechte - überschritten haben.


Ich verstehe es nicht ! Allein aufgrund eines Verdachtes zahlt Maschmeyer 2,9 Mio. €. "Damit könnte Maschmeyer gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen haben ! Hat er oder hat er nicht ? Weshalb zahlt jemand aufgrund eines Verdachts 2,9 Mio. € ? Allein aufgrund eines Verdachts würde ich nicht einen Euro bezahlen ! Hat er doch verstoßen, ist die Einstellung gegen eine Geldbuße ein klarer Fall von Korruption !



Verdacht auf Betrug mit CO2-Zertifikaten Razzia in der Zentrale der Deutschen Bank
Haftbefehle gegen fünf Mitarbeiter

Die Polizei hat die Deutsche-Bank-Zentrale durchsucht: Mindestens 25 Mitarbeiter werden verdächtigt, Hunderte Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben - gegen fünf Beschuldigte wurden Haftbefehle erlassen. Insgesamt 500 Ermittler durchsuchten auch Wohnungen und Büros in Berlin und Düsseldorf. Zahlreiche Polizisten fuhren am Morgen vor der Zentrale der Deutschen Bank vor und durchsuchten die Geschäftsräume. Hintergrund sind die laufenden Ermittlungen gegen Ex-Händler des Instituts wegen des Verdachts auf Umsatzsteuerbetrug mit CO2-Emissionszertifikaten, wie die Deutsche Bank mitteilte. Beamte des Bundeskriminalamts, der Steuerfahndung und der Bundespolizei durchsuchten außerdem Wohnungen und Büros unter anderem in Berlin und Düsseldorf, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mitteilte.


Großbank HSBC zahlt Milliardenstrafe

HSBC soll Drogenkartellen und Terroristen bei der Geldwäsche geholfen haben. Zum Schutz vor weiteren Untersuchungen sollen die Briten 1,9 Milliarden Dollar Strafe zahlen. Mit einer Rekordstrafe legt die britische Großbank HSBC ihren Geldwäsche-Skandal in den USA bei. HSBC hat sich zur Zahlung von 1,9 Milliarden Dollar Geldstrafe bereit erklärt, um weiteren Untersuchungen der US-Behörden zu entgehen, wie die Bank mitteilte. "Wir akzeptieren unsere Verantwortung für unsere Fehler in der Vergangenheit", sagte Unternehmenschef Stuart Gulliver.
HSBC-Filialen sollen über Jahre Geldwäsche unterstützt haben. Der US-Senat wirft der Bank vor, aus Ländern wie Mexiko, Iran und Saudi-Arabien Milliarden in die USA transferiert und damit die Arbeit von Drogenhändlern sowie Geldgebern des Terrorismus unterstützt zu haben. HSBC hatte im Sommer schwere Fehler eingeräumt und auch personelle Konsequenzen gezogen. So musste der Chefaufseher über die Unternehmenskultur, David Bagley, zurücktreten.


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Umgerechnet knapp 47 Milliarden Euro Strafen brummten die Behörden den jeweils zehn nach Bilanzsumme größten Instituten auf beiden Seiten des Atlantiks im vergangenen Jahr auf."


Unverständlich, daß sich Banken mit entsprechenden Mitteln freikaufen können. Der "kleine Mann" geht dafür in den Knast. Andererseits habe ich mehr Verständnis für Banken, deren Betrügereien in die Milliarden gehen als für diejenigen, die Inhaber eines Pfändungsschutzkontos um 2,50 € betrügen, indem sie gesetzeswidrige Gebühren erheben. So wurde mein Konto bei der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg mit der Umwandlung in ein Pfändungschutzkonto gebührenpflichtig. Für die Nachricht, daß man einen Einzug nicht eingelöst hat, wurden mir 2,50 Euro für "die Benachrichtigung" berechnet.