Letzte Änderung: 29.01.2016

Ich freue mich, daß es jemanden gibt, der den Mut aufbringt, trotz seiner politischen Funktion seine Meinung zu äußern, obwohl er weiß, daß ihm dies von seinen politischen Gegnern negativ ausgelegt wird. Daß eine Vielzahl von Mitbürgern die gleiche Meinung vertritt, wird in diesem Zusammenhang sicherlich verschwiegen.


Bericht aus der HNA



Nachstehend die Stellungnahme von Herrn Fehling auf seiner privaten FACEBOOK-Seite :

Offenbar stehen doch einige der Flüchtlinge in vollem Saft und strotzen nur so vor überschüssiger Energie. Da stelle ich mir die Frage, warum kommen diese "Drückeberger" in unser Land und treten unsere Kultur mit Füßen anstelle zu Hause für ihr Land und ihre Familie zu kämpfen? Das wäre m.E. richtig männlich. Aber vielleicht läßt man es sich lieber hier gutgehen und macht mal richtig Party, während daheim die Freunde krepieren. Ich will hier nochmal ergänzen, dass mit diesem Post die Kriminellen gemeint sind, die in der Silvesternacht in Köln, Hamburg und in anderen Orten Frauen belästigt, angegriffen oder sogar vergewaltigt hatten.

Fehling erhielt viel Zuspruch für seine Äußerungen, auch aus Kreisen der Kommunalpolitik. Es gab aber auch kritische Stimmen. So wurde ihm beispielsweise „geistige Brandstiftung“ vorgeworfen.

Wer Herrn Fehling in diesem Zusammenhang "geistige Brandstiftung" vorwirft, dem spreche ich jegliches Demokratieverständnis ab !
Daß deutsche Bundeswehrsoldaten zum Kriegseinsatz in Syrien kommen, Syrer aber nach Deutschland kommen und der Meinung sind, daß Sie sich nicht an deutsches Recht und Gesetz halten müssen, ist mir schon seit längerer Zeit unverständlich. Ich gehe davon aus, daß alle Ausländer, die nach Deutschland kommen, mehr Toleranz erfahren, als uns in ihren Heimatländern entgegengebracht würde. Wenn man Deutsche und Ausländer gleich behandeln soll, wäre es die Überlegung wert, ob man z. B. deutsche Sexualstraftäter nicht ebenfalls ausweisen sollte !


Offizielle Presssemitteilung der Stadt Bad Hersfeld vom 11. Januar

"Auf seiner privaten Facebook-Seite hat sich Thomas Fehling, Bürgermeister der Kreisstadt Bad Hersfeld, am Wochenende zu den Silvester-Vorfällen in Köln und anderen Städten geäußert. Neben viel Zustimmung hat dies auch zu Irritationen und Kritik in den sozialen Netzwerken geführt. Dazu hat sich Thomas Fehling in einer ergänzenden Stellungnahme geäußert: „In meinen Facebook-Einträgen habe ich mich ausschließlich zu den Übergriffen aus der Silvesternacht in Köln oder Hamburg zu Wort gemeldet. Egal ob Flüchtlingsstatus oder Migrationshintergrund: Hier war in den konkreten Fällen aus meiner Sicht eine Akzeptanzgrenze weit überschritten. Meine persönlichen Äußerungen haben hingegen auch zu Irritationen in den sozialen Netzwerken geführt, als wolle ich einer generellen Verurteilung oder gar einer Kriminalisierung von Asylbewerbern oder Flüchtlingen Vorschub leisten. Dies war ganz sicher nicht meine Absicht. Wer mich persönlich und meinen internationalen Lebenshintergrund kennt, dem ist bekannt, dass ich lange Zeit in anderen Ländern gearbeitet habe und sehr wohl um die Bedeutung ganz anderer Werthaltungen und Kulturen weiß. Aufnahme und Zusammenleben setzt meines Erachtens Anstrengungen auf beiden Seiten voraus – bei denen, die da sind und bei denen, die kommen. Nur dies führt zu gegenseitigem Verstehen.


Auch in meiner Funktion als Bürgermeister der Kreisstadt Bad Hersfeld habe ich mich ich in den vergangenen Monaten stets für den toleranten Umgang mit Asylbewerbern und Flüchtlingen und ihre Integration in unserer Stadt eingesetzt. Sowohl bei der Einrichtung einer Erstaufnahmeeinrichtung als auch bei der längerfristigen Eingliederung von Flüchtlingen in unserer Stadt habe habe ich eigene Initiativen der Stadtverwaltung umgesetzt und auch entsprechende Aktivitäten Dritter aktiv unterstützt. Dieser Lebenseinstellung und politischen Haltung fühle ich mich nach wie vor verpflichtet. Ich habe vor Ort in Bad Hersfeld erlebt, dass viele der Flüchtlinge sehr dankbar für die Hilfe sind, die sie hier erfahren.

Und ich habe ebenso erlebt, dass sie sich im Gegenzug ernsthaft bemühen, sich auf die in unserem Land geltenden Gepflogenheiten und Normen einzulassen. Dieses Bemühen wurde aber von einzelnen Kriminellen in Köln mit Füßen getreten. Dafür kann ich keinerlei Verständnis aufbringen - nur darum ging es mir."

Herr Fehling, Sie haben in diesem Falle meine vollste Hochachtung !