Letzte Änderung: 24.02.2018

Unverständlich, daß der Text (lt. Internet Erstveröffentlichung 1876) bereits vor so langer Zeit erstellt wurde. Ich werde, so Gott will, am 12. März 2018 sechsundsechzig Jahre alt, und ich bin der Meinung, daß der moralische Verfall nie so groß war wie in den letzten 20 Jahren.
Es gäbe eine Anzahl von Personen, denen ich den Liedertext gerne übermittelt hätte, leider muß ich davon ausgehen, daß er ignoriert wird. Deshalb habe ich davon Abstand genommen.



Wer jetzig Zeiten leben will,   
    Muß haben tapfers Herze !   
    Er hat der argen Feind so viel,   
    Bereiten großen Schmerze!   
    Da heißt es stehn wol unverzagt    
    In seiner blanken Wehre,   
    Daß sich der Feind nicht an uns wagt,   
    Es geht um Gut und Ehre.

Geld nur regiert die ganze Welt !   
    Dazu verhilft betrügen;   
    Wer sich sonst noch so redlich hält   
    Muß bald doch unterliegen.   
    Der Kipper, Teufel und Soldat,   
    Die haben itzt Gewalten;   
    Was ansonst ist, kein Ansehn hat –   
    Wie soll man Recht behalten ?  


Weg da Gesetz, weg da mit Recht !   
    Die können nichts entscheiden.   
    Der Klein ist so des Großen Knecht,   
    So Alles muß erleiden.   
    Rechtschaffen hin, rechtschaffen her!   
    Das seyn nur alte Geigen:   
    Betrug, Gewalt und List vielmehr –   
    Klag du, man wird dirs zeigen!

Doch wies auch kommt das arge Spiel,   
    Behalt ein tapfers Herze,   
    Und seyn der Feind gleich noch so viel,   
    Verzage nicht in Schmerze !   
    Steh gottgetreulich, unverzagt   
    In deiner blanken Wehre,   
    Wenn sich der Feind nun an dich wagt,   
    Es geht um Gut und Ehre !