Letzte Änderung: 02.10.2017


Verschuldungsgefahr
SPD will gegen hohe Dispozinsen vorgehen

Um einen vorübergehenden Finanz-Engpass zu überbrücken, kann der Dispokredit helfen. Das Geld von der Bank ist jedoch teuer - aus Sicht von
Verbraucherschützern häufig zu teuer. Die Bundesregierung will gegensteuern. 

(Link zum Artikel in der Wirtschaftswoche)


Gesetzliche Deckelung
Verbraucherminister Maas will gegen hohe Dispozinsen vorgehen

Das Überziehen des Kontos kommt Bankkunden teuer zu stehen, gegen zu hohe Dispozinsen will Bundesverbraucherminister Heiko Maas vorgehen. Der SPD-Politiker bekräftigte in der "Welt am Sonntag" entsprechende Pläne der großen Koalition, ohne jedoch einen konkreten Zeitpunkt zu nennen. "Wenn Leute ins Minus gehen und in den Dispo fallen, müssen sie darauf hingewiesen werden, dass sie exorbitante Zinsen zahlen müssen", sagte Maas dem Blatt. Dispozinsen bis 14 Prozent seien weder sachgerecht noch notwendig, und für manche seien sie "der erste Schritt in die Totalverschuldung".

Link zum Artikel bei finanzen.net


Da ich der Meinung bin, daß hier von falschen Voraussetzungen ausgegangen wird, habe ich folgende Mail an das BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) und das BMJV (Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz) gesendet. Die Mail an das BMEL wurde gesendet, weil sich auch auf der Seite des BMEL eine Rubrik "Verbraucherschutz" findet, die sich mit dem Dispozinssatz beschäftigt (Link).


Nachstehend der Wortlaut der Mail an das BMEL
(poststelle@bmel.bund.de)
:


Zitat aus der Internet-Seite des BMEL :
"Wie Untersuchungen der Stiftung Warentest zeigen, ist bei den Dispozinsen vieler Banken und Sparkassen mit Überziehungszinsen von bis zu 14,75 Prozent nach wie vor noch deutlich Luft nach unten. Eine Studie im Auftrag des BMELV hatte im Mai 2012 ergeben, dass Banken mit einem Überziehungszins von bis zu 10 Prozent „profitabel arbeiten“ könnten. "


Sehr geehrte Damen und Herren,


in welchem Land leben Sie eigentlich, daß Sie für Überziehungszinsen einen Zinssatz bis zu 14,75 % angeben ? Wie Sie der Anlage entnehmen können, berechnet die VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg eG einen Zinssatz von 19,95 %.

Einen effektiven Zinssatz von 14,20 % berechnete die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg für einen Kontokorrentkredit im Rahmen einer Existenzgründung (trotz Bürgschaftsüberrnahme durch die Bürgschaftsbank Hessen, Bürgschaftsprovision 1,5 % ), wobei man fairerweise zugeben muß, daß zum Zeitpunkt der Vereinbarung der Leitzins noch bei 2,5 % lag.

Sie werden also zugeben müssen, daß die Ausführungen auf Ihrer Internet-Seite etwas weltfremd (Entschuldigung : deutschlandfremd) sind.

Obwohl ich davon ausgehe, keine Antwort zu erhalten, wäre ich Ihnen doch dankbar, wenn Sie mir den Eingang der Mail kurz bestätigen würden.

Viele Grüße aus Bad Hersfeld
Karl Schaffert




Nachricht der VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg :



Was eine ungeduldete Überziehung ist, bleibt mir und den mit der Frage konfrontierten Personen leider verborgen !



Auf der Internet-Seite des BMJV findet sich eine sinngemäß gleichlautende Aussage :

"Dispozinsen bis 14 Prozent sind weder sachgerecht noch notwendig.
Wir brauchen mehr Transparenz.“

Interview mit Heiko Maas in der Welt am Sonntag


Das Interview finden Sie unter nachfolgendem Link :


Aus diesem Grunde hat das BMJV eine ähnliche Mail erhalten. Sollte man wider Erwarten antworten, werde ich die Antwort hier einstellen.



Antwortmail des BMEL (bitte anklicken)
Stellungnahme (bitte anklicken)




Nebenstehendes Schreiben erhielt ich
von Frau Gabriele Winz
(Referat I B 2/I B 3 Bundesministerium
der Justiz  und für Verbraucherschutz)

(bitte anklicken)

Ich habe dieses Schreiben nicht kommentiert !