Letzte Änderung: 30.09.2016

Vom Sinn des Lebens

Ein Investmentbanker stand in einem kleinen mexikanischen Fischerdorf am Pier und beobachtete, wie ein kleines Fischerboot mit einem Fischer an Bord anlegte. Er hatte einige riesige Thunfische geladen. Der Banker gratulierte dem Mexikaner zu seinem prächtigen Fang und fragte, wie lange er dazu gebraucht hatte. Der Mexikaner antwortete: "Ein paar Stunden nur." "Nicht lange." Daraufhin fragte der Banker, warum er denn nicht länger auf See geblieben ist, um noch mehr zu fangen. Der Mexikaner sagte, die Fische, reichen ihm, um seine Familie die nächsten Tage zu versorgen. Der Banker wiederum fragte: "Aber was tun sie denn mit dem Rest des Tages?" Der mexikanische Fischer erklärte: "Ich schlafe morgens aus, gehe ein bisschen fischen; spiele mit meinen Kindern, mache mit meiner Frau Maria nach dem Mittagessen eine Siesta, gehe ins Dorf spazieren, trinke dort ein Gläschen Wein und spiele Gitarre mit meinen Freunden." "Sie sehen, ich habe ein ausgefülltes Leben." Der Banker erklärte: "Ich bin ein Harvard-Absolvent und könnte ihnen ein bisschen helfen." Sie sollten mehr Zeit mit Fischen verbringen und von dem Erlös ein größeres Boot kaufen. Mit dem Erlös hiervon wiederum könnten sie mehrere Boote kaufen, bis Sie eine ganze Flotte haben. Statt den Fang an einen Händler zu verkaufen, könnten Sie direkt an eine Fischfabrik verkaufen und schließlich eine eigene Fischverarbeitungsfabrik eröffnen. Sie könnten Produktion, Verarbeitung und Vertrieb selbst kontrollieren. Sie könnten dann dieses kleine Fischerdorf verlassen und nach Mexiko City oder Los Angeles und vielleicht sogar New York City umziehen, von wo aus Sie dann ihr florierendes Unternehmen leiten." Der Mexikaner fragte: "Und wie lange wird dies alles dauern?" Der Banker antwortete: "So etwa 15 bis 20 Jahre." Der Mexikaner fragte: "Und was dann?" Der Banker lachte und sagte: "Dann kommt das Beste. Wenn die Zeit reif ist, könnten sie mit ihrem Unternehmen an die Börse gehen, ihre Unternehmensteile verkaufen und sehr reich werden. Sie könnten Millionen verdienen." Der Mexikaner sagte: "Millionen. Und dann?" Der Banker sagte: "Dann könnten Sie aufhören zu arbeiten. Sie könnten in ein kleines Fischerdorf an der Küste ziehen, morgens lange ausschlafen, ein bisschen fischen gehen, mit ihren Kindern spielen, eine Siesta mit ihrer Frau machen, in das Dorf spazieren, am Abend ein Gläschen Wein genießen und mit ihren Freunden Gitarre spielen."



Nachstehend der Text eines Liedes von Heinz Schenk :


Es ist alles nur geliehen,

hier auf dieser schönen Welt,

es ist alles nur geliehen,

aller Reichtum, alles Geld.

Es ist alles nur geliehen,

jede Stunde voller Glück,

musst du eines Tages gehen,

lässt du alles hier zurück.

Man sieht tausend schöne Dinge,

und man wünscht sich dies und das,

nur was gut ist und was teuer,

macht den Menschen heute Spaß.

Jeder will noch mehr besitzen,

zahlt er auch sehr viel dafür,

Keinem kann es etwas nützen,

es bleibt alles einmal hier.



Jeder hat nur das Bestreben,

etwas Besseres zu sein,

schafft und rafft das ganze Leben,

doch was bringt es ihm schon ein?

Alle Güter dieser Erde,

die das Schicksal dir verehrt,

sind dir nur auf Zeit gegeben,

und auf Dauer gar nichts wert.

Darum lebt doch euer Leben,

freut euch auf den nächsten Tag,

wer weiß schon auf diesem Globus,

was das Morgen bringen mag.

Freut euch an den kleinen Dingen,

nicht nur an Besitz und Geld,

es ist alles nur geliehen,

hier auf dieser schönen Welt.