Letzte Änderung: 06.12.2016



Ich weiß, daß es Leute gibt, die, sobald das Gespräch auf den Tod kommt, ablenken, obwohl der Tod sicherlich genauso etwas Natürliches ist wie das Leben. Trotzdem gehen wir damit zurückhaltend um, wie uns sicherlich alles suspekt ist, das wir nicht beurteilen oder einschätzen können. Und keiner von uns weiß, was nach dem irdischen Leben kommt. Ich kenne zwei Leute, die sich gegenseitig versprochen haben, wer zuerst stirbt, sagt dem anderen, wie es "da oben" ist, aber er hat sein Wort nicht gehalten.


Das Schreiben, aus dem der obige Ausschnitt stammt, hat mich jedoch dazu bewogen, mich etwas mehr mit dem Thema zu beschäftigen. Dabei fand ich interessante Stellungnahmen im Internet :

Wäre das Leben, ohne die Aussicht zu sterben, überhaupt erträglich?

Im Moment geht es mir zwar gut, aber das kann sich ja auch ändern. Ich finde den Gedanken tröstlich, dass, auch wenn es ganz schlimm kommen sollte, das irgendwann vorbei ist, weil es ein Ende gibt. Den Gedanken, immer weiter und weiter machen zu müssen und nie endgültig zur Ruhe kommen zu können, finde ich dagegen eher erschreckend. Und außerdem hat jeder seine Zeit hier auf diesem Planeten, und wenn sie vorbei ist, muss man Platz machen für die, die nach einem kommen und auch ihre Chance verdient haben.

Liest man diese Zeilen, die bereits vor einiger Zeit geschrieben wurden, so erkennt man doch eine gewisse Lebensweisheit dahinter. Auch für mich wäre es unvorstellbar, noch Tausende von Jahren auf der Erde zu verbringen.

Siehe dazu auch das Zitat von Hermann Hesse auf der Seite Sprüche und Zitate / Zitate !

Es gab mir bekannte Personen, die der Meinung waren, daß die Erde ein Straflager sei, auf der man eine seinen "Verfehlungen" im Himmel angepaßte Strafe zu verbringen habe. Insofern müßte uns der Betroffene, der die Befürchtung hatte, zu sterben, doch dankbar sein, wenn die Bedrohung ernstzunehmen gewesen wäre. Er kann jedoch sicher sein, daß ich aufgrund der gemachten Erfahrungen und unter dem Hintergrund, daß das Leben ggf. nach dem Tod beginnt, ihn nicht erlösen werde.

Ich werde weder Amok laufen, noch die Leute, unter deren Verhalten wir jahrelang gelitten haben und heute noch leiden, vom "Leben" zum "Tod" befördern, gehe ich doch damit das Risiko ein, daß ich Leuten wie Dennert, Hahne oder Kadau ein besseres "Leben" ermögliche.